Wer ein Foto von La Gomera mit einem Felsturm zwischen Wolken und Lorbeerwald gesehen hat, hat fast sicher den Roque de Agando gesehen. Es ist der meistfotografierte Fels der Insel, der auf jeder Postkarte auftaucht, und man erkennt ihn sofort von der Straße aus, die durch den Nationalpark Garajonay führt. Man muss dafür kein Wanderer sein: Eine Aussichtsplattform bringt einen direkt davor.
Wie die anderen Felsen dieser Gegend La Gomeras (Ojila, Zarcita, Carmona) ist der Agando ein phonolithischer Vulkanschlot: alles, was von einem alten Vulkan übrig blieb, nachdem Millionen Jahre Erosion das weichere Gestein rundherum abgetragen haben. Das Ergebnis ist dieser fast senkrechte, rund 200 Meter hohe Turm, der einsam über dem Lorbeerwald steht, oft mit Nebel, der aus der Schlucht zu seinen Füßen aufsteigt. Für die Ureinwohner La Gomeras hatte der Ort symbolische Bedeutung, und heute ist er noch immer das visuelle Wahrzeichen des gesamten Inselinneren.
Der Roque de Agando liegt im Nationalpark Garajonay, nahe der Kreuzung Pajarito, an der Straße zwischen San Sebastián, Valle Gran Rey und Vallehermoso. Genau dort bietet eine kleine Aussichtsplattform mit Geländer den Blick über die Schlucht auf den Fels und seine Nachbarn Ojila und Zarcita, nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt. Der Gipfel ist nur für Kletterer erreichbar: Die Wand ist technisch anspruchsvoll und keine Wanderroute für die allgemeine Öffentlichkeit. Die Plattform ist deshalb für die meisten Besucher der sinnvolle Weg, ihn zu genießen.

Wer vom Süden Teneriffas kommt: Die ganztägige Jeep-Safari durch La Gomera überquert per Fähre nach San Sebastián und erkundet im Geländewagen die schönsten Ecken der Insel, mit Halt am Roque de Agando, im Nationalpark Garajonay und einer Live-Vorführung des Pfeifsprachs Silbo Gomero. Fahrer-Guide, Bootstransfer und Verpflegung inklusive, Abfahrt um 8:20 Uhr ab Costa Adeje, 150€ pro Erwachsenem.
Wer bereits auf La Gomera übernachtet und keine Fähre braucht: Die Kleingruppentour durch den Nationalpark Garajonay startet am Busbahnhof von San Sebastián mit offiziellem Guide und maximal 18 Personen. In 5 Stunden geht es mit Halt am Roque de Agando, durch den Lorbeerwald von Garajonay und zu ländlichen Dörfern wie Chipude, Igualero oder El Cercado. Ohne Verpflegung, 75€ pro Erwachsenem.

Kann man auf den Roque de Agando steigen? Der Gipfel ist nur über eine technische Kletterroute erreichbar, keine Wanderung für die allgemeine Öffentlichkeit. Üblicherweise sieht man ihn von der Aussichtsplattform an der Straße, nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt.
Wo genau liegt der Roque de Agando? Im Nationalpark Garajonay, nahe der Kreuzung Pajarito, an der Straße zwischen San Sebastián und Valle Gran Rey.
Wie kommt man vom Teneriffa aus zum Roque de Agando? Per Fähre nach San Sebastián und dann über die Straße, oder mit einer organisierten Tour wie der Jeep-Safari, die den Bootstransfer beinhaltet und direkt am Fels hält.
Noch mehr Pläne auf der Insel? La Gomera an einem Tag von Teneriffa aus, alle unsere Ausflüge auf La Gomera und die Masca-Schlucht auf Teneriffa, direkt gegenüber.

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